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Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die DSGVO ist das Datenschutzgesetz der EU. Sie gilt auch für Unternehmen außerhalb der EU, die Menschen in der EU Waren oder Dienstleistungen anbieten oder ihr Verhalten beobachten.

Was ist die DSGVO?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO, englisch GDPR) ist das Datenschutzgesetz der Europäischen Union. Sie gilt seit dem 25. Mai 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten und im übrigen Europäischen Wirtschaftsraum und regelt, wie personenbezogene Daten – Namen, E-Mail-Adressen, IP-Adressen, Online-Kennungen und mehr – erhoben und genutzt werden dürfen.

Für internationales Marketing ist vor allem ein Punkt wichtig: Die DSGVO gilt auch für Unternehmen außerhalb der EU, wenn sie Menschen in der EU Waren oder Dienstleistungen anbieten oder deren Verhalten beobachten, etwa durch Tracking. Ein US-amerikanisches oder australisches Unternehmen mit Kampagnen in Deutschland fällt also darunter.

Im digitalen Marketing betrifft die DSGVO vor allem:

  • Tracking und Analytics: Die meisten Analyse- und Werbe-Cookies brauchen eine vorherige Einwilligung über ein Consent-Banner (in Deutschland zusätzlich nach dem TDDDG). Das wirkt sich direkt auf die Daten in Google Analytics 4 und in Werbeplattformen aus.
  • Leadgenerierung: Formulare müssen erklären, wofür Daten genutzt werden, nur Nötiges abfragen und auf einer Rechtsgrundlage wie einer Einwilligung beruhen.
  • E-Mail-Marketing: Newsletter erfordern in der Regel eine Einwilligung (Double-Opt-in).
  • Datenübermittlung: Für die Übertragung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU braucht es eine gültige Grundlage.

Bußgelder können bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes betragen – je nachdem, welcher Betrag höher ist. Andere Märkte haben ähnliche Gesetze, etwa die LGPD in Brasilien. Internationales Marketing braucht daher ein Datenschutz-Setup je Markt. Dieser Eintrag ist ein Überblick, keine Rechtsberatung.