Kundenabgleich (Customer Match)
Mit dem Kundenabgleich (Customer Match) laden Werbetreibende eigene Kundendaten in Google Ads hoch, um Kunden gezielt anzusprechen, auszuschließen oder ähnliche Personen zu finden.
Was ist der Kundenabgleich?
Der Kundenabgleich (englisch Customer Match) ist eine Funktion in Google Ads, mit der Werbetreibende eigene Kundendaten – E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Postanschriften – nutzen, um diese Kunden in der Google Suche, auf YouTube, in Gmail, Discover und im Displaynetzwerk zu erreichen. Die Daten werden vor dem Hochladen gehasht, und Google gleicht sie mit angemeldeten Google-Konten ab.
Typische Einsatzzwecke:
- Bestandskunden ansprechen mit Cross-Selling-, Upselling- oder Loyalitätskampagnen.
- Kunden ausschließen aus Akquisekampagnen, damit Sie nicht für Menschen zahlen, die Sie schon gewonnen haben.
- Signale für KI-Kampagnen: Ihre Listen helfen Performance Max, Demand Gen und Smart Bidding, ähnliche Neukunden zu finden.
- B2B: bekannte Kontakte und Zielaccounts erreichen, etwa im Account-Based Marketing.
Listen lassen sich manuell hochladen oder automatisch aus CRM-Systemen synchronisieren. Konten müssen die Richtlinien und Voraussetzungen von Google erfüllen, und die Abgleichrate hängt von der Datenqualität ab – geschäftliche E-Mail-Adressen werden meist seltener erkannt als private.
Der Kundenabgleich ist eine der wertvollsten Anwendungen von First-Party-Daten, setzt aber eine Rechtsgrundlage voraus. Für Personen in der EU brauchen Sie deren Einwilligung, ihre Daten zu Werbezwecken an Google weiterzugeben – im Einklang mit der DSGVO und der Google-Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU. Prüfen Sie vor dem Hochladen, ob Formulare und Datenschutzerklärung das abdecken. Microsoft Advertising und LinkedIn bieten vergleichbares listenbasiertes Targeting.
